Qualifizierung

Im Bereich Qualifizierung des BZH erhalten Lehrende und Tutor*innen der Universität Bonn die Möglichkeit, sich hochschuldidaktisch weiterzubilden. Das Workshop-Angebot beinhaltet Grundlagen in der Gestaltung von Lehr-Lernprozessen sowie Erweiterungen in den Themenfeldern Lehren und Lernen, Prüfen und Bewerten, Studierende beraten und Feedback und Evaluation.

Qualifizierung für Lehrende

Unsere Veranstaltungen und Beratungsangebote richten sich in erster Linie an Lehrende der Universität Bonn (Lehrbeauftragte eingeschlossen). Wir bieten Workshops mit internen und externen Trainer*innen zu vielfältigen didaktischen Themen an. Die Workshops können sowohl einzeln als auch im Rahmen des NRW-Zertifikatsprogramms besucht werden. Außerdem bieten wir Beratung und Unterstützung bei der Nutzung und Erstellung von Open Educational Resources und bei sonstigen Themen rund um die mediengestützte Lehre. Wir begleiten die Entwicklung der virtuellen Lehrräume im Projekt Virtual Collaboration.

Unsere Angebote zur hochschuldidaktischen Qualifizierung sind den folgenden Ansätzen verpflichtet:

Ermöglichungsbedingungen für gute Lehre fördern

Das bedeutet, den institutionellen Anforderungen und der intrinsischen Motivation auf Seiten der Lehrenden sowie ihrem Bedürfnis nach möglichst selbstgesteuerter Weiterqualifikation durch geeignete Angebote gerecht zu werden. Von der Teilnahme an einzelnen – durchaus auch durch Lehrende selbst initiierten oder angeregten – Veranstaltungen bis hin zum Erwerb eines Zertifikats orientiert sich unser Angebot flexibel an den Bedarfen der Lehreinheiten bzw. den individuellen Qualifizierungszielen unserer Lehrenden. Die Universität Bonn ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik3 und entsprechend übergeordneten inhaltlichen Standards verpflichtet.

Eine möglichst selbstgesteuerte und die Lehrgemeinschaft fördernde Weiterqualifikation ermöglichen

Dies spiegelt sich in den definierten Teilleistungen des NRW-Zertifikatsprogramms wider: Sie implizieren in der Summe die systematisch angeleitete Reflexion der eigenen Lehrtätigkeit mit Blick auf den angestrebten Kompetenzerwerb und zielen letztlich auf die Erstellung eines möglichst innovativen Lehr-/Lernprojekts, das es vor interessierten Kolleg*innen zu präsentieren und zu diskutieren gilt – wodurch ein breiterer Austausch über Lehre gefördert werden soll.

Lehre im erweiterten Sinne als Austausch begreifen

Denn gute Lehre lebt nicht zuletzt auch vom Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden wie auch zwischen Lehrenden. Die Präsentation von Lehr-/Lernprojekten sowie Lehrhospitationen – innerhalb des Faches sowie über Fächergrenzen hinweg – sind deshalb impliziter Bestandteil unserer Zertifizierung hochschuldidaktischer Qualifikation.

Möglichst früh für Lehraufgaben qualifizieren

Deshalb bereiten wir bereits Studierende auf spezifische Aspekte einer Tutor*innen- bzw. Mentor*innentätigkeit adäquat vor. Das BZH hält in Abstimmung mit den Fakultäten respektive den Fächern Angebote zur methodisch-didaktischen Qualifizierung vor.

Die Angebotsentwicklung erfolgt möglichst eng abgestimmt auf an uns herangetragene oder gemeinsam mit uns identifizierte Maßnahmenbedarfe. Insofern sind wir grundsätzlich offen für entsprechende Initiativen, Anregungen oder konkrete Vorschläge, ganz gleich, ob sie uns von Seiten Studierender, Lehrender, Mitarbeiter*innen im Studienmanagement oder konkreter Funktionsträger*innen – etwa Evaluationsbeauftragter – erreichen. Dem Ansatz interfakultärer Dienstleistung verpflichtet, gilt es im Rahmen der Angebotsentwicklung insbesondere Aspekten wie fakultäten- bzw. disziplinenübergreifender Relevanz, hinlänglicher Berücksichtigung von Ergebnissen regelmäßiger Evaluationsverfahren (vgl. EvaLS) sowie ggf. zentral bzw. dezentral bestehenden Qualitätsleitlinien angemessen Rechnung zu tragen. Wir bitten um Verständnis, dass insoweit nicht jede Einzelmaßnahme – mag sie auch inhaltlich durchaus wertig sein – durch uns begleitet oder gefördert werden kann.


Qualifizierung für Studierende

Unsere hochschuldidaktischen Angebote für Tutor*innen und Mentor*innen richten sich an didaktisch interessierte Studierende der Universität Bonn. Wir bieten fächer- bzw. disziplinenübergreifende sowie bei Bedarf auch fachbezogene Begleit- und Querschnittsqualifikationen an, um Tutor*innen und Mentor*innen für ihren Einsatz methodisch-didaktisch zu qualifizieren. Wir unterstützen Tutor*innen und Mentor*innen bei allen (medien-)didaktischen Herausforderungen in der Lehre, von Vorkurs- über Mentor*innen-Programme, Fachtutorien bis hin zu eTutor*innen, die Lehrende mediendidaktisch unterstützen. Die Workshops können einzeln oder im Rahmen eines Zertifikatsprogramms besucht werden.

Insbesondere für die sensible Studieneingangsphase sind Tutor*innen- und Mentor*innenprogramme von großer Bedeutung, da hiermit zielgruppenspezifischen Bedarfen im Übergang von der Schule zur Hochschule angemessen differenziert, niederschwellig und durch Kleingruppen im notwendigen Betreuungsverhältnis Rechnung getragen werden kann. Diese individuelle, binnendifferenzierende Betreuung ermöglicht es den Studierenden, gerade in der Einstiegsphase Hindernisse für den weiteren Studienverlauf frühzeitig anzugehen. Neben allgemeinen, für Studienanfänger*innen vorgesehenen Mentor*innenprogrammen werden gesonderte Programme zu fachinhaltlichen, ggf. auch curriculumsübergreifenden Aspekten angeboten sowie zielgruppenspezifische Angebote – etwa für Studienanfänger*innen in Lehramtsfächern, für Studierende mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung oder für internationale Studierende – gemacht. Darüber hinaus findet sich in der Breite tutorielle Betreuung der Studierenden in den Einstiegssemestern, etwa bei der Bewältigung von Übungsaufgaben oder dem Wiederholen des Lernstoffs durch Helpdesks. Die etablierten Modelle werden, abgestimmt auf die Bedürfnisse der Studierenden, kontinuierlich fortentwickelt.

Angesichts zunehmend heterogener Eingangsqualifikationen an der Schnittstelle Schule/Universität ist die Universität Bonn gefordert, adäquate Angebote im Sinne binnendifferenzierender Maßnahmen zu entwickeln, die das Spektrum von befähigen – fördern – fordern – differenzieren abdecken und Vielfalt für die Bedingungen universitären Lehrens und Lernens produktiv machen. Das im Rahmen des Bund-Länder-Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre seitens der Fakultäten aufgelegte Vorkursprogramm ist ein erster Schritt, um im Übergang von der Schule zur Universität den fachlichen Anschluss für den Studieneinstieg zu erleichtern.

Darüber hinaus gibt es einen wachsenden Bedarf an fächer- bzw. disziplinenübergreifenden Querschnittsqualifikationen, die durchaus auch spezifisch fachliche Ausprägungen erfordern können. Auf Wunsch unterstützt das BZH Fächer im Rahmen ihres eigenen Qualitätsmanagements bei der Ermittlung in dieser Hinsicht bestehender Bedarfe und der Konzeption passender Angebote. Auf diese Weise wird sukzessive ein die Fachstudiengänge flankierendes, bedarfsgerechtes Seminarangebot aufgebaut und kontinuierlich fortentwickelt.


Weiterbildung für das Studienmanagement

Unsere Angebote für das Studienmanagement zielen auf die operativ-praktische sowie auf die stärker an Managementaspekten orientierte Weiterentwicklung von Kompetenzen

  • in der kenndatengestützten Evaluation von Studienverläufen (Studienverlaufsanalysen),
  • in der Curriculumsentwicklung,
  • in der Organisations- und Prozessentwicklung im Rahmen der Studien- und Prüfungsverwaltung sowie
  • im gezielten Einsatz und in der Anwendung von Campus-IT im Rahmen der Studien- und Prüfungsverwaltung.


Darüber hinaus ist es unser Anliegen, die Ausbildung von Querschnittsqualifikationen im Studienmanagement möglichst bedarfsorientiert zu begleiten. Wir nehmen gerne Ihre spezifischen Bedarfe auf und entwickeln gemeinsam mit Ihnen entsprechende Angebote für Sie. Wir sind grundsätzlich offen für Ihre Initiativen, Anregungen oder konkrete Vorschläge – nehmen Sie hierfür gern mit uns Kontakt auf.

Das Studienmanagement als ein Kernaufgabenfeld akademischer Selbstverwaltung hat in den vergangenen Jahren im Zuge der Hochschulfreiheit sowie des Bolognaprozesses eine dynamische Entwicklung erfahren. Professionalisierung in diesem Bereich verbindet sich mittlerweile mit einem hybriden Qualifikationsprofil, dem es durch Austausch in entsprechenden Peer-Formaten bzw. Arbeitsgruppen sowie durch Weiterbildungsangebote in Abgleich mit institutionellen Strategien zur Weiterentwicklung von Studium und Lehre Rechnung zu tragen gilt. Im Zuge des Bund-Länder-Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre erfolgten seit 2011 fakultätenübergreifend abgestimmt u. a. eine inhaltliche Justierung des Aufgabenportfolios im Studienmanagement sowie entsprechend eine personelle Verstärkung in allen Lehreinheiten der Universität. Hiermit verbindet sich gesamtuniversitär der Anspruch einer ganzheitlichen, professionalisierten Betreuung von Studiengängen bzw. Studierenden. Das Studienmanagement an der Universität Bonn umfasst demnach die folgenden Kernaufgabenbereiche:

  • Qualitätsmanagement,
  • Studienorganisation und Prüfungsverwaltung,
  • Information und Beratung sowie
  • Kontaktpflege, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung.

Unsere Angebote richten sich an den mit diesen Kernaufgabenbereichen verbundenen Kompetenzen aus.


Kontakt

Anfragen zur Qualifizierung

Ihre Fragen zum Qualifizierungsangebot richten Sie hier an uns: bzh-qualifizierung@uni-bonn.de

Ihr Team Qualifizierung

Unsere Ansprechpartner*innen im Team Qualifizierung finden sie auch hier.

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