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Datum: 23.03.2020

Fokus Gute Lehre

Erfolgreiche Lehre stellt die Lernenden ins Zentrum

Am 19. Februar 2020 fanden sich erstmalig auf gemeinsame Einladung der Fakultäten und des Bonner Zentrums für Hochschullehre (BZH) Lehrende aller Fakultäten zur Veranstaltung Fokus Gute Lehre zusammen. Die Veranstaltung richtete sich insbesondere an Nachwuchswissenschaftler*innen mit Lehraufgaben. In verschiedenen Formaten wurde Teilnehmenden Input zur lernendenzentrierten Gestaltung ihrer eigenen Lehre angeboten.

Prof. Dr. Karin Holm-Müller, Prorektorin für Studium und Lehre, freute sich in ihrer Begrüßung über 60 Lehrende aus verschiedenen Disziplinen und mit unterschiedlicher Lehrerfahrung. Das Rektorat sei sich der Bedeutung guter Lehre bewusst und habe sich zum Ziel gesetzt, Lehrenden den Mehrwert hochschuldidaktischer Qualifizierung aufzuzeigen und diese zur Teilnahme an entsprechenden Angeboten zu motivieren. „Lehr-Lern-Prozesse profitieren von methodischer und lernendenzentrierter Aufbereitung der Lerninhalte.“

 

Lernhindernisse in der eigenen Fachdisziplin erkennen und überwinden

Im Kontext der Lernendenzentrierung gab Prof. Dr. Peter Riegler von der Ostfalia Hochschule für Angewandte Wissenschaften in seiner Keynote Einblick in den von ihm in der eigenen Hochschullehre und in kollegialer Beratung praktizierten Ansatz Decoding the Disciplines. Das von Prof. Dr. David Pace (Emeritus der Indiana University, USA) entwickelte Konzept unterstützt Lehrende durch ein siebenschrittiges Verfahren, Lernhindernisse in der eigenen Fachdisziplin zu erkennen und inhaltlich, strukturell und methodisch zu überwinden. Prof. Riegler betonte, dass „Lehrende effektiver lehren“ können, „wenn sie verstehen, was Lernen für ihre Studierenden schwer macht.“

 

Lernendenzentrierung hochschuldidaktisch fokussieren

Lernendenzentrierung wurde auch im Anschluss an die Keynote in verschiedenen hochschuldidaktischen Workshops fokussiert: Ob Aktivierung, Prüfung oder Beratung, Lehrende konnten sich in 90 Minuten einem für sie besonders relevanten Thema widmen und in kleiner Runde eigene Erfahrungen austauschen.

 

Lehre professionalisieren und Neues wagen

Nach einer Mittagspause, in der sich Lehrende in reger Diskussion bei einem Imbiss vernetzten, stellte Bettina Grävingholt, Mitarbeiterin am BZH, das hochschuldidaktische Qualifizierungsprogramm „Professionelle Lehrkompetenz an der Hochschule“ des Netzwerks Hochschuldidaktik NRW vor. Dieses kann auch von Lehrenden der Universität Bonn absolviert werden. „Gute Lehr-Lern-Konzepte entstehen, wenn neue Elemente ausprobiert und auf ihren Mehrwert für studentische Lernprozesse überprüft werden“, sagt Marcus Breyer, Geschäftsführer des BZH. Der Mehrwert hochschuldidaktischer Qualifizierung wurde noch vor Ort eindrucksvoll bewiesen: Absolvent*innen des Programms stellten in einer Posterpräsentation Lehr-Lern-Projekte vor, die sie während ihrer Weiterbildung konzipiert und erfolgreich durchgeführt hatten.

 

Unterstützung in Anspruch nehmen

Zum Abschluss kamen Lehrende bei Kaffee, Tee und Kuchen mit Vertreter*innen verschiedener zentraler Einrichtungen, die in der Gestaltung von Lehre unterstützend tätig sind, ins Gespräch: Sowohl bei Mitarbeiter*innen des BZH als auch von eCampus, der Lernplattform der Universität Bonn, können sich Lehrende in der Umsetzung ihrer Lehr-Lern-Konzepte beraten lassen.

Die Initiative, den Austausch zu Fragen der Lehre in dieser Form zu fokussieren und engagierte Lehrende zu vernetzen, wurde von allen Teilnehmenden sehr begrüßt. Eine Weiterführung des Formats, die auch Anregungen der Teilnehmenden aufgreifen wird, ist geplant.

 

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Kontakt

Bonner Zentrum für Hochschullehre | Bereich Qualifizierung
https://www.bzh.uni-bonn.de/de
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